Wir wechselten noch ein paar Belanglosigkeiten und
verabschiedeten uns. Er sagte, er wuerde in drei Tagen wieder
in Berkeley sein. Um zwoelf nahm ich den Flughafenbus nach
Arlanda. Vor dem Check-In erwartete mich bereits Charles
Rocher. Wir schuettelten uns die Haende, obwohl wir es gestern
schon getan hatten. Komische Sitte in Europa, sich bei jeder
Gelegenheit die Haende zu reichen.
"Aeh, haben wir nicht eine Kleinigkeit vergessen?" fragte
Charles scheinheilig. Ich lachte und oeffnete meinen kleinen
Koffer.
"Ehrlich gesagt, ich hatte schon ueberlegt, ob ich ihn
einfach bei der Rezeption abgeben sollte", sagte ich und
reichte ihm den Revolver, sorgfaeltig in eine Plastiktuete
gewickelt. "Also dann. Vielleicht auf ein Wiedersehen."
"Passen Sie auf sich auf!"

Nostradamus erwartete mich auf seinem ueblichen Beobachtungsposten, der Steinsaeule auf dem Treppenabsatz. Ganz entgegen seinen normalen Gewohnheiten sprang er herunter und folgte mir hinauf in die Wohnung. Er schnurrte laut und strich mir angelegentlich um die Beine. "Was ist los, alter Freund? Du bist doch sonst nicht so anhaenglich. Hat Horace dich etwa ausgesperrt?" Ich beseitigte den ueblichen Berg Werbung, Zeitungen und Post vor meiner Tuere. Dann ging ich als erstes ins Schlafzimmer und holte die Walther aus ihrem Versteck. Seit der Landung in San Fran und auf dem ganzen Weg nach Hause hatte ich mich unsicher gefuehlt. So ein komisches Gefuehl, wenn es im Nacken anfaengt zu kribbeln, und man sich dauernd umdreht und niemanden sehen kann. Nostradamus sass vorwurfsvoll in der Kueche - vor seinem leeren Futterspender. Aha! Daher der ploetzliche Liebesbeweis. Der Bursche hatte Hunger. Liebe geht durch den Magen. Auch bei Katzen. Nachdem ich unter einer sehr heissen Dusche den Schweiss und Schmutz der langen Reise weggespuelt hatte, rief ich bei Janet an. Ausnahmsweise nahm sie selbst den Hoerer ab. "George!" "Hey! Das hoert sich ja richtig froh an. Hast du mich etwa vermisst?" "Natuerlich nicht! Noch so eine freche Bemerkung und du kannst bleiben, wo der Pfeffer waechst!" Ich laechelte. Gut, wieder zu Hause zu sein. "Hast du Lust, mit mir zusammen zum Essen zu gehen? Ich verspreche auch, ganz artig zu sein und meine Finger unter Kontrolle zu halten." "Wenn du versprichst, das bloede Teenager-Gehabe abzulegen und wieder normal mit mir zu reden, dann ja. Wohin gehen wir?" "Wie waer's mit Zacharis Pizza?" "Ok." "Ich hole dich ab." "Gleich?" "Gleich. Ich bin gerade gelandet, habe in den letzten 24 Stunden dreimal plastic food serviert bekommen. Ich brauche sofort was Vernuenftiges zwischen die Kiemen." "Hmm. Na gut, bis gleich, und ..." "Ja?" "Nichts." Es klickte in der Leitung. Draussen wurde es bereits dunkel. Keine so lange Daemmerung wie in Stockholm, dachte ich, als ich die Treppe hinunterlief. Nelson stand wie ueblich unter seiner Stammlaterne und schaute staubiger und aelter aus denn je. Ich hatte den Zuendschluessel schon im Schloss, als ich ploetzlich zoegerte. Dann stieg ich wieder aus und oeffnete die Motorhaube. Der Verschluss funktionierte schon seit Jahren nicht mehr. Man brauchte bloss mit dem Daumen unter die Kante zu greifen und den Sicherheitsverschluss zu loesen. Im Motorraum selbst war es viel zu dunkel, um irgend etwas zu erkennen. Ich liess die Haube zuknallen und schimpfte mich selbst einen Psychopathen. Trotzdem konnte ich mich nicht ueberwinden, den Motor anzulassen. Ich stand noch ein paar Sekunden da und blickte mich um. Kein Mensch weit und breit. Fast alle Haeuser in der Nachbarschaft hatten die Jalousien heruntergelassen. Wenn jemand wollte, koennte er ganz leicht und ungesehen an einem geparkten Auto herum bosseln. Ich lief die Archstreet hinunter und rechts die Cedar entlang bis zur Oxford. Dort winkte ich mir ein Taxi. "Spinnst du?" empfing mich Janet verwundert. "Wieso kommst du mit den Taxi? Ist dein alter Nelson nicht angesprungen?" Ich nickte. Die kleine Notluege wuerde mir Nelson hoffentlich verzeihen. Ich wusste, Janet wuerde sofort auf Psycho-Beratung umschalten, wenn sie jetzt von meinen Wahnvorstellungen erfuhr. Ich hatte jetzt aber keine Lust auf gut gemeinte Ratschlaege. Komisch, frueher hatte ich Frank mit seinem Verfolgungswahn nie begreifen koennen. Jetzt verstand ich ihn ein wenig besser. Ein saubloedes Gefuehl. Als ob man auf einer Zielscheibe festgebunden waere und jeden Moment mit einem Treffer ins Schwarze rechnen muesste. Sogar im Taxi ertappte ich mich, dass ich dauernd in den Rueckspiegel des Fahrers starrte. "He! Hoerst du mir ueberhaupt zu? Ich wette, du hast kein Wort mitgekriegt von dem, was ich dir die ganze Zeit erzaehle. Was ist denn los?" "Nichts", sagte ich, "ich bin nur ziemlich erledigt. Was hast du gefragt?" Janet plauderte weiter ueber ihre Psycho Christine, die sich wohl einiges geleistet hatte. Meine Gedanken schweiften wieder ab. War der dunkle Honda nicht schon seit der Ashby hinter uns? Ploetzlich merkte ich, dass Janet nicht mehr redete. Ich schaute sie an. "Wenn du mir nicht zuhoerst, brauche ich mich ja wohl auch nicht zu bemuehen", sagte sie beleidigt. "Hast du irgendwas?" Ich nickte zoegernd. In diesem Moment hielt das Taxi vor Zacharis in der College Avenue. "Gleich", sagte ich und wir stiegen aus. Obwohl wir keinen Tisch bestellt hatten, bekamen wir gleich einen Platz, sogar am Fenster. Vorne an der Theke herrschte das uebliche Chaos, das die zahlreichen Abholer verursachten. Zacharis war in der ganzen Bay Area fuer seine gefuellten Pizzas beruehmt. Das meiste Geschaeft machte er allerdings ueber den Thekentisch, nicht in seinen beiden winzigen Restaurants. Hauptsaechlich bei den Studenten war Zacharis einfach hip. Keine wirklich gute Party ohne ein oder zwei von Zacharis riesigen, fetten Pizzas. Wir bestellten und Janet sah mich auffordernd an. "Also los. Erzaehl schon. Wie war London? Warum bist du so besorgt?" "Besorgt?" Sie verdrehte die Augen. "Das sieht doch ein Blinder mit 'nem Krueckstock. Klar bist du besorgt. Ist es nur, weil Nelson nicht anspringt?" Ich musste laecheln. Dann erzaehlte ich ihr die ganze Geschichte. Kurz ueber lang wuerde sie sowieso alles aus mir herausgekitzelt haben. Das Erzaehlen zog sich hin; teilweise auch deshalb, weil Janet Millionen von Fragen auf mich abfeuerte. Erst beim Kaffee und Tiramisu kam ich zum Schluss meines Berichts. Janet schuettelte unglaeubig den Kopf. "Also, erst dachte ich, du leidest nur unter einem traumatischen Verfolgungswahn. Aber dieser schwedische Cop. Ach, Unsinn! Der war ja gar kein Schwede! Ich meine, die scheinen ja ernsthaft zu glauben, dass irgend jemand alle Leute, die auf diesem verdammten Workshop waren, koste es was es wolle, umbringen will. So was gibt's doch gar nicht! Warum denn? Was haben die denn alle gemeinsam?" "Das wissen wir eben nicht. Vielleicht sind wir ja auf der ganz falschen Spur. Vielleicht war es wirklich nur die Tat eines Verrueckten. Andererseits..." Wir schwiegen ein paar Minuten. "Aber", fing Janet wieder an, "es haben doch noch mehr Leute den Anschlag ueberlebt, ausser dir und diesem Finnen. Was ist denn mit denen?" Ich hob die Schultern. "Charles sagte, sie seien alle wohlauf. Ich habe selber nur mit Francoise telefoniert. Es geht ihr gut." Janet sah mich scharf an. "Sooo?" schienen ihre Augen zu sagen. "Sie ist eine Frau", sagte sie bedeutungsvoll. "Na, und?" "Waren die anderen Ueberlebenden alle maennlich?" Ich ueberlegte. "Ja, schon", sagte ich zoegernd, "aber du glaubst doch wohl nicht..." Janet zuckte mit den Achseln und blickte sich ziellos im Lokal um. Ich seufzte und kramte meine Kreditkarte heraus. "Ich finde", sagte Janet ploetzlich, "du solltest dich mit diesem deutschen Cop in Verbindung setzen. Er hat doch email, nicht? Vielleicht koennt ihr zusammen etwas auftun." "Vielleicht mach' ich das wirklich", meinte ich zerstreut. Ich legte das Trinkgeld auf den Tisch und wir gingen hinaus in die laue Nacht. Von Zacharis war es nicht weit bis zu Janets Haus; also machten wir einen Abendspaziergang die College Avenue entlang. Ziemlich genau zwischen Oakland und Berkeley war ein laengeres Stueck mit nur sehr wenigen Strassenlaternen. Janet haengte sich bei mir ein und fluesterte: "Hier ist es mir immer unheimlich. Allein wuerde ich hier nicht langgehen." Ich lachte kurz. "Glaub' ja nicht, dass sich jemand durch meine Anwesenheit davon abhalten liesse, sich unserer Brieftaschen zu bemaechtigen. Ziemlich genau hier haben sie den armen Hinjii eins uebergezogen und ihm seinen Geldbeutel mit fuenf Dollar geklaut. Er hatte eine leichte Gehirnerschuetterung und ein dicke Platzwunde ueber dem Auge." "Hoer auf", sagte Janet. Auf ihrer Veranda liess sich Janet zu einem langen, genuesslichen Gute-Nacht-Kuss herbei. Als meine Haende vorsichtig nach mehr tasteten, entwand sie sich allerdings schnell und geschickt und ging auf Distanz. "Bevor ich's vergesse", sagte sie und ordnete ihren zerzausten Haarschopf, "Frank hat gestern angerufen. Er hat vorgeschlagen, mal wieder zum Blackjack zu gehen. Wir haben mal, ohne dich zu fragen, morgen Abend ausgemacht. Du warst ja nicht da ..." Ich sagte natuerlich, dass es mir recht waere. Ich spielte zwar nicht so gerne wie Frank, aber es machte mir Spass zu kiebitzen. Janet war eine begeisterte Black-Jack-Spielerin. Und sie war gut darin. Sie spielte nach der Chaos-Methode, aber sie erzielte damit meistens mehr Gewinne als Frank und ich, die wir es streng wissenschaftlich mit der Statistik der 10er Karten versuchten. "Fein. Dann holen wir dich ab. So etwa um halb acht, ok?" Ich nickte und bekam dafuer noch einen Abschiedskuss, diesmal aber nur auf die Wange. Ich ging hinueber zur Ashby und wartete auf ein Taxi. Kaum war ich wieder allein, war das Gefuehl beobachtet zu werden, zurueck. Ich tastete unauffaellig nach der Walther in meinem Kreuz und blickte mich mehr um, als noetig gewesen waere. Zum Glueck hielt bald ein Berkeley City Cab und ich liess mich aufatmend auf den Ruecksitz fallen. Wenn das nicht bald besser wurde, brauchte ich vielleicht wirklich professionelle Hilfe. Professionelle Hilfe, auch so ein Unsinn. ICH zumindest kenne keine Amateur-Therapeuten. Am naechsten Tag war wieder Sprechstunde. Zum Glueck tauchte niemand auf, der sich beraten lassen wollte; nicht mal Pat und Pam. Als der Zeiger auf der Uhr in meinem Display auf die Zwoelf rueckte, atmete ich erleichtert auf und holte mir zur Feier des Tages ein Tuna-Sandwich zum Lunch. Archie war noch nicht zurueck aus Europa, der Chef war immer noch krank. Also lunchte ich zusammen mit Joe, Minni und Fai-Chi bei Hardy's. "Was ist nun mit Salt Lake?" wollte Fai-Chi wissen. Ich zuckte mit den Achseln. "Noch nichts gehoert." "Mormone State. Das waere doch was fuer dich. Die duerfen mehr als eine Frau heiraten", sagte Minni boshaft. "Quatsch!" Joe schuettelte den Kopf. "Das duerfen die schon lange nicht mehr." "Aber sie machen's trotzdem", beharrte Minni. "Wann kommt Archie zurueck aus Paris?" versuchte ich das Gespraech von meiner potentiellen Polygamie weg zu lenken. "Heute Abend. Wie war's eigentlich in London? Alles grau in grau wie immer?" Joe konnte seinen Aerger darueber, dass der Chef mich als Vertretung ausgewaehlt hatte, nur schwer verbergen. Ich zuckte betont gleichgueltig mit den Achseln. "Von London hab' ich fast nichts mitgekriegt. Leider." "Aber du hast doch das ganze Wochenende drangehaengt", insistierte er hartnaeckig. Ich erzaehlte, dass ich am Wochenende in Stockholm einen verletzten Kollegen im Hospital besucht hatte. "Du bist extra deshalb nach Schweden geflogen?" Fai-Chi war fassungslos. "Kennst du ihn denn so gut? Haette es nicht genuegt, ihn anzurufen?" "Er durfte noch nicht telefonieren", verteidigte ich mich schwach. Trotzdem war die allgemeine Meinung, dass ich ein Spinner, Geldverschwender und zu sentimental sei. Ich liess es dabei bewenden. Es gab schliesslich schlimmere Urteile. "Wahrscheinlich hat er nur zu viel Geld", setzte Minni noch eins 'drauf. "Was soll das heissen!" sagte ich scharf. "Nichts. Gar nichts", erwiderte Minni in beleidigtem Ton und stand auf, um zu gehen. Sie hatte ein sichtlich schlechtes Gewissen. Damals hatte sie mir hoch und heilig versprochen, niemanden auch nur eine Andeutung ueber meine wahre Identitaet zu machen. Zum hundertsten Male ohrfeigte ich mich innerlich fuer meine damalige Bloedheit. Wieso hatte ich ausgerechnet dieser Schwatzbase mein Herz ausschuetten muessen. Aber wer denkt im Bett schon immer an die moeglichen Folgen? Die heutige Ueberbevoelkerung macht ja deutlich, dass es wohl den meisten Menschen so geht wie mir... Erst gegen sieben steuerte ich Nelson in die Archstreet. Heute morgen hatte ich zusammen mit Horace, der keine Gelegenheit ausliess, unter eine Motorhaube zu gucken, den ganzen Motorraum nach verdaechtigen Manipulationen abgesucht. Natuerlich hatten wir nichts gefunden. Die Blicke, die Horace mir dabei zuwarf, sprachen Baende. Ich parkte Nelson unter seiner Stammlaterne und stieg die Treppe zu meinem Apartment hinauf. Es daemmerte schon und die schwarzen Rabenvoegel mit den langen Schwaenzen und gelben Augen versammelten sich in dem alten Eukalyptusbaum in Horaces Garten. Bei Pete und Susi ruehrte sich immer noch nichts. Vielleicht hatten sie ihren Trip spontan verlaengert. Denen war das schon zuzutrauen. Pete arbeitete als freier Mitarbeiter bei einer Zeitschrift und Susi als Kindermaedchen. Flexible Leute also. Ich 'schloss' meine immer noch nicht reparierte Tuere auf. Eigentlich tat ich das nur aus Gewohnheit; man konnte die Tuere auch ganz leicht so aufdruecken. Ploetzlich erstarrte ich mitten in der Bewegung. Hatte da nicht gerade etwas geknackt? Ich hielt den Atem an, den Finger noch am Lichtschalter, den ich noch nicht gedrueckt hatte, und lauschte. Nichts zu hoeren. Meine rechte Hand tastete nach der Walther. Ich wartete ein paar Sekunden, die Waffe in der Hand. Dann ging ich soweit in die Hocke, wie es ging, und machte das Licht an. Nichts. Alles war an seinem Platz. Keine dunkel maskierter Einbrecher stuerzte sich auf mich. Ich schaute automatisch hinter die Tuere und in die Kueche. Meine Muskeln entspannten sich etwas. Gerade wollte ich die Walther auf den Schreibtisch legen, als im Schlafzimmer, dessen Tuere wie immer offen stand, etwas raschelte. Meine Nackenhaare stellten sich auf. Ich fuehlte, wie das Adrenalin durch meinen Koerper schoss. Diesmal hatte ich mich nicht getaeuscht. Etwas hatte sich im Schlafzimmer bewegt. Meine Gedanken schossen wild
durcheinander: Nostradamus konnte es nicht sein, der sass friedlich auf seinem Posten unten an der Treppe. Ein Waschbaer oder ein Opossum? Manchmal drangen diese laestigen Viecher nachts durch die Katzenklappe ein und pluenderten den Muelleimer in der Kueche. Aber im Schlafzimmer hatte ich noch nie einen erwischt. Ausserdem haette Nostradamus jeden Eindringling, den er bemerkte, sofort vertrieben. Ich behielt die Walther in der Hand und entfernte mich, so als ob ich nichts gehoert haette, aus dem Blickfeld der offenen Schlafzimmertuere. Ich zwang mich, zu raeuspern und murmelte etwas vor mich hin, das wie ein unterdrueckter Fluch klang, oeffnete die Tuere, loeschte das Licht wieder und liess die Tuer ins Schloss fallen, ohne hinauszugehen. Dann stand ich mit klopfendem Herzen in der Ecke hinter der Tuere, die Walther entsichert und mit beiden Haenden in die Dunkelheit haltend, und wartete. Zuerst hoerte ich nur meinen eigenen Herzschlag. Durch das Grosse Fenster fiel genug Licht von den Strassenlaternen herein, so dass ich die dunkle Oeffnung zum Schlafzimmer deutlich erkennen konnte. Da! Da war wieder ein Geraeusch; es klang wie ein leises Seufzen oder Raeuspern. Ich streifte meine Schuhe ab und schlich lautlos an der Wand entlang zur Schlafzimmertuer. Mit der linken Hand tastete ich nach dem Lichtschalter. Ich zoegerte noch eine
Sekunde; alles blieb still. Bildete ich mir das nur ein, oder hoerte ich leises Atmen? Ich knipste das Licht an und sprang gleichzeitig geduckt so weit wie moeglich schraeg ins Zimmer. Ich meinte einen gedaempften Schrei zu hoeren. Die Walther mit beiden Haenden erhoben, wie auf dem Schiessstand schwenkte ich rasch durch ganze Zimmer. Nichts. Verbluefft richtete ich mich auf. Das Fenster war geschlossen, Schrank hatte ich keinen, wo man sich verstecken koennte. Ploetzlich sah ich eine Bewegung, aber da, wo ich meinen Feind am allerwenigsten vermutet haette: